Aurelia e.V. – Bildung für nachhaltige Entwicklung

Über uns

Aurelia e.V. entwickelt Bildungsformate im Kontext der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ausgangspunkt unserer Arbeit ist die Überzeugung, dass kulturelle und ökologische Transformation nur gelingt, wenn Wissen, Empathie und Erfahrung zusammenwirken.

Mit unseren Bildungsangeboten verbinden wir Natur, Kultur und Wissenschaft zu lebendigen Bildungsräumen. Schulklassen, Organisationen aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie Formate der Erwachsenenbildung erleben Programme, die nachhaltige Themen nicht nur vermitteln, sondern erfahrbar machen, ergänzt durch Aurelia Lernmodule für selbstorganisiertes Lernen und Handreichungen für Multiplikatoren.

Unsere Arbeit orientiert sich an der globalen Agenda 2030/17 Ziele für nachhaltige Entwicklung und an inhaltlichen Strukturen einer regenerativen Kultur: Alles Leben folgt seinem eigenen Rhythmus – ihn wahrzunehmen ist der Beginn von Verantwortung.

Bildungsverein Aurelia e.V. im Internet

Schau mal auf unserer Vereins-Homepage vorbei! Hier findest du alles über unsere Hintergründe, Zielsetzungen, Beweggründe und Projekte.

Arbeit des gemeinnützigen Vereins Aurelia e.V.

  • Seit 2010 Anerkennung der Gemeinnützigkeit
  • Ständiger Ausbau des AEAN -Aurelia European Academic Network
  • Wirtschaftlich unabhängig durch Zweckbetrieb
  • Projektträger Erasmus+-Projekt ars vivendi
  • Projektträger im Erasmus+-Projekt av-Resonanzen
  • Projektpartner Erasmus+-Projekt Bellano Green Sports
  • Projektpartner bei CIPRA im Erasmus+-Projekt Via Alpina Youth
  • Stakeholder für BNE / Bildung für nachhaltige Entwicklung / Deutsche UNESCO Kommission
  • Stakeholder Bündnis für Demokratie und Toleranz eV
  • Partner UN-Ozeandekade Netzwerk – UN Ozeandekade

In Umsetzung:

Gründung eines Deutsch-Italienischen Aurelia e.V. mit Sitz in Menaggio oder Tremezzo

Weitere Projekte

Forschungsbasiert als biodiversitätsfördernd einzustufende tradierte Anbaumethoden werden in ein modellhaftes, transferfähiges BNE-Bildungsangebot gefasst. Dies rettet historisches Agrarwissen in die Anwendung und zeigt den Zusammenhang zwischen gesunder, pflanzenbasierter Ernährung und Artenschutz. Die Rekultivierung stärkt regionale Resilienz und Vielfalt in Struktur, Flora und Fauna. Agrar-Kulturerbe bringt Habitatvielfalt. Garten als Lebensraum – eine Win-win-Situation für Mensch und Natur.

Starke Bildungspartner

Neben den Schweizer Jugendherbergen hat Aurelia e.V. weitere starke Partner an seiner Seite. Dazu zählen unter anderem DB Klassenfahrten by BAHNHIT.DE und Alpetour Touristische GmbH in Deutschland sowie Easyglobe in Italien, die Bayerischen Jugendherbergen und das Katholische Kreisbildungswerk Garmisch Partenkirchen.

Mehr von Aurelia e.V.

Der Pulsschlag der Welt – Umsetzung der Globalen Agenda 2030

Der Pulsschlag der Welt erinnert uns: Das Leben selbst ist das erste Prinzip jeder Kultur.

Alles, was lebt, hat ein eigenes Lied – es zu hören, ist der Beginn des Verstehens.

Wir treten ein für eine biophile Vision des Zusammenlebens.

The heartbeat of the world reminds us: life itself is the first principle of culture. Everything that lives has its own song – to hear it is the beginning of understanding.

We advocate for a biophilic vision of coexistence.

Il battito del mondo ci ricorda: la vita stessa è il primo principio di ogni cultura.

Ogni essere vivente ha il proprio canto – ascoltarlo è l’inizio della comprensione.

Sosteniamo una visione biofilica della convivenza.

Le battement du monde nous rappelle : la vie elle-même est le premier principe de toute culture. Tout ce qui vit a sa propre chanson – l’écouter, c’est commencer à comprendre.

Nous défendons une vision biophilique de la coexistence.

Organisation & Netzwerk

Gegründet: 2009, Bonn (Nordrhein-Westfalen)

Rechtsform: Gemeinnütziger eingetragener Verein (e. V.)

Anerkennungen: Stakeholder der Deutschen UNESCO-Kommission für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE/ ESD);

Teil des Netzwerks der UN-Ozeandekade; Bündnis für Demokratie und Toleranz e. V.

Arbeitsfelder:

Aurelia e. V. entwickelt didaktische Konzepte, Kommunikationsstrategien und Bildungsformate im Kontext der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und unter Aspekten einer regenerativen Kultur.

Zentrale Arbeitsbereiche sind:

– Didaktikentwicklung für Schulen, Hochschulen und Bildungsreisen,

– Bildungskommunikation und narrative Vermittlung nachhaltiger Themen,

– Konzeptentwicklung und Projektmanagement in europäischen Förderprogrammen (Erasmus+, Stiftungen, Umwelt- und Kulturförderung).

Der Verein arbeitet interdisziplinär zwischen Pädagogik, Kultur, Wissenschaftskommunikation und Storytelling, um Transformationsprozesse sowohl verständlich als auch realisierbar zu machen.

Netzwerk:

Unter dem Arbeitstitel Aurelia European Academic Network (AEAN) pflegt Aurelia e. V. Kontakte zu europäischen Hochschulen und Forschungspartnern. Zum erweiterten Netzwerk zählen u. a. die Universitäten Kopenhagen, Prag, Lissabon, Neapel, Rom (La Sapienza), Wien, Greifswald und Bonn, sowie Einrichtungen wie das CEAB Blanes (Spanien) und die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.

Kooperationen:

Umweltbildungs-, Kultur- und Wissenschaftspartner wie WWF Miramare Triest, Area Marina Protetta di Portofino, Turtle Point Anton Dohrn Neapel , Orto Botanico di Bergamo, MUSE Trient, Plastic Whale Foundation Amsterdam, Biosfera Val Müstair, Casa di Goethe Rom,

Villa Vigoni – Deutsch-Italienisches Zentrum für den Europäischen Dialog, Deutsches Literaturarchiv Marbach, BUND e. V., Schutzstation Wattenmeer, Naturschutzgemeinschaft Sylt e. V., Seehundaufzuchtstation Friedrichskoog e. V., Multimar Wattforum, AMP Bergeggi,

Centro Tartarughe Marini di Asinara, NEMOS Garden, Beescover, Ziguele Portofino, Shark Project e. V., Bodensee-Stiftung, Rheinschauen e. V. Vorarlberg, Bundesanstalt für Obst- und Weinbau Neuburg, Rete degli Orti Botanici di Lombardia, Naturzentrum Thurauen, Blueworld Dolphin Research Center, Daucum uUG Potsdam, Katholisches Bildungswerk Garmisch-Partenkirchen, Achill Moser (Autor, Weitwanderer), Moser Media u. a.

Projektträgerschaften und Partnerschaften (Auswahl):

Aurelia e. V. ist europäisch in mehreren Förderprogrammen aktiv:

– Partnerorganisation im Erasmus+-Projekt Via Alpina (Projektträger: CIPRA International).

– Partnerorganisation Projekt Bellano Green Sports (Projektträger: Kommune Bellano, Italien).

– Projektträger des Erasmus+-Projekts ARS VIVENDI (2022 – 2024).

– Projektträger des Erasmus+-Nachfolgeprojekts ARS VIVENDI – Resonanzen (2025 – 2027

Antrag: Erasmus+ Projekt ALPSTERNE – STELLE ALPINE (2026 – 2028)

Diese Projekte verbinden Bildung, Kultur und Nachhaltigkeit im europäischen Dialog und zeigen Aurelia e. V. als Partner im Bereich angewandter Kultur und BNE – mit zunehmendem Fokus auf Empathiebildung im Kontext regenerativer Kultur als Kern sozialer, ökologischer und kultureller Transformation.

Kulturelle Mitgliedschaften:

Aurelia e. V. ist Mitgründer und Mitglied im Verein Europäische Goethe-Wege, dessen Ziel es ist, eine vom Europarat anerkannte Kulturroute „Europäische Goethe-Wege“ zu etablieren und zertifizieren zu lassen. Diese Initiative verbindet Partner und Institutionen in Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Polen und Tschechien und stärkt den europäischen Dialog über gemeinsame kulturelle Wurzeln, Bildung und Reisekulturen.

Aurelia e. V. ist zuständig für den Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Literaturdidaktik – insbesondere für die Entwicklung praxisnaher Vermittlungskonzepte, die literarisches Erbe mit Fragen kultureller Nachhaltigkeit verbinden sowie für Webdesign einer interaktiven Bildungsplattform.

Bildungspartner / Reichweite:

Langjährige Zusammenarbeit mit alpetour Touristische GmbH Starnberg, DB Klassenfahrten Bahnhit, dem Verband Schweizerischer Jugendherbergen und dem Landesverband der Bayerischen Jugendherbergen (potenzielle Jahresreichweite: ca. 300 000 Teilnehmende).

Zwischen 2009 und 2019 haben jährlich rund 80 Schulen aus Deutschland, Italien, der Schweiz, Österreich, Luxemburg und Liechtenstein die Didaktik und Programme der Blauen Studienfachprogramme genutzt.

Alles Leben pulsiert (Entstehung unseres Leitbildes)

Vom Rhythmus der Gezeiten bis zum Herzschlag aller Lebewesen – Tiere und ganze Landschaften folgen ihren eigenen Rhythmen. Die Welt atmet in unzähligen Takten – und wir mit ihr.

Neueste Forschung zeigt, dass die Erde alle 26 Sekunden einen seismografisch erfassbaren Pulsschlag hat (Universität Oslo/Lamont-Doherty Earth Observatory, 2020; „Mystery of Earth’s 26-second pulse“). Auch Pflanzen besitzen eine Art Herzrhythmus, der in den Wurzelspitzen etwa alle vier bis sechs Stunden messbar ist (Aarhus University, 2023; „Plants have their own kind of heartbeat“).

In diesem Sinn verstehen wir den Pulsschlag der Welt als naturwissenschaftlich fundiertes und zugleich kulturell übersetzbares Leitbild. Er erinnert uns daran, dass Leben weit mehr ist als die Summe seiner Mechanismen und Herzschläge.

Nach Einschätzung der Vereinten Nationen stagniert die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele nicht wegen fehlender Technologie, sondern weil die soziokulturelle Dimension unterschätzt wurde. Empathiefähigkeit ist laut UNO die Schlüsselkompetenz für das Entstehen einer biophilen Sichtweise – einer Haltung, die einen verantwortlichen Umgang mit unserer Mit-Welt und mit dem Leben als solchem erst ermöglicht.

Empathie beschreibt die Fähigkeit, in Verbindung zu treten, Schwingungen wahrzunehmen

und das Lebendige nicht zu stören, sondern zu verstärken. Sie ist kein moralisches Extra, sondern eine Form von Resonanzfähigkeit – biologisch und kulturell.

Rhythmus des Lebens – Denken und Wahrnehmen

Unsere Arbeit ist inspiriert von Persönlichkeiten wie Jane Goodall, Emanuele Coccia, Stefano Mancuso, Peter Bieri und David Attenborough – um hier einige zu nennen.

Sie stehen exemplarisch für eine Haltung, in der Emotion, Empathiefähigkeit und forschende Betrachtung uns helfen, uns als Teil einer biosphärischen Gleichheit wieder einzufügen.

Der Mensch ist keine Ausnahme, sondern eine Variation im großen Rhythmus des Lebens –

und trägt eine besondere Verantwortung, weil sein Impact auf die Mit-Welt gewaltig sein kann.

Kultur und Maß – Verantwortung als Lebenskunst

Jede Kultur lebt von ihrem Gefühl für Maß und Takt.

Wenn dieses Gefühl verloren geht, entstehen Beschleunigung, Entfremdung und moralischer Lärm. Carlo Petrini, das Laudato Si’ des Papst Franziskus, Bruno Latour sowie Johannes Vogel und Sarah Darwin (Das Parlament der Natur) zeigen in unterschiedlichen Kontexten: Nachhaltigkeit ist kein technischer Parameter, sondern eine kulturelle Haltung.

Das sind unsere Denkfiguren.

Kommunikation und Praxis – das große Narrativ

Der Natur eine Stimme zu geben, die hörbar, lesbar, fühlbar und sichtbar wird –

das ist unsere Aufgabe.

Ziel ist, Kommunikationsräume zu schaffen, in denen Natur, Bildung und Kultur miteinander in Beziehung treten können. Aus Bildungsarbeit soll Verständigung werden – aus Kommunikation Resonanzraum.

Die Reichweite sozialer Medien eröffnet neue Möglichkeiten, Wissen und Empathie zugänglich zu machen. Dabei geht es nicht um Reichweite als Selbstzweck, sondern um den Transfer von Sinn: so kann aus Bildungskommunikation Sinnfluencing werden – ein verantwortlicher Umgang mit öffentlicher Aufmerksamkeit.

Aurelia e. V. beteiligt sich an der europäischen Erzählung des Wandels:

partizipativ, generationsübergreifend, offen für Dialog und Zusammenarbeit, resonant –

getragen von der Überzeugung, dass kulturelle und ökologische Transformation nur gemeinsam gelingen kann.

Bonn, 25. Oktober 2025

Neues von Aurelia e.V.

Zwei unserer Konzepte wurden schon in 2026 als Förderanträge eingereicht:

  • Alpsterne – stelle alpine
  • Sternenhimmel und Alpenlandschaft als Lernraum für Naturbeobachtung, Zeitverständnis und Biodiversitätsbewusstsein
  • Watt & Meer
  • Marine Ökosysteme im Rhythmus der Gezeiten

Zielsetzung und Hintergrund des Bildungsvereins Aurelia e.V.

Der lateinische Begriff „aetas aurea“ meint das „Goldene Zeitalter“. Wo auch diese Begrifflichkeit verwendet wurde (im antiken Griechenland, im antiken Rom, im 16. Jhdt. In Weissrussland, im 17. Jdht. In den Niederlanden, im 18. Jhdt. In Dänemark bis hin zur neuzeitlichen Verwendung des Begriffes als ein Symbol für wirtschaftlichen Aufschwung, für das „Prinzip Hoffnung“) ist damit stets eine Hochblütezeit menschlicher Kultur verbunden.

Der Mythos wird bei Hesiod (sp. 8. od. fr. 7. Jhdt. v. Chr.) begründet: Das Zeitalter in dem Gott Kronos (Vater des Zeus) herrschte. Die Menschen lebten in völligem Frieden, sorglos und ohne Alter. Die Erde wird als ewig-ergiebiges Füllhorn beschrieben, welches alle Nahrung für alle Lebewesen reichlich spendet. Eine Zeit friedlicher Unschuld und Eintracht von Mensch und Natur. Der röm. Dichter Ovid beschreibt gar in seinen „Metamorphosen“ das „Goldene Zeitalter“ als eine Zeit ohne Gesetz und Strafe, da jeder sich auch ohne Vorschrift richtig verhielt. Es erfahren sowohl Gewerbe und Handel als auch die Künste eine kulturelle Hochblütezeit. In dieser Zeit scheint überdies ein Geist der Harmonie zwischen den Geschlechtern als zufriedenen, gleichberechtigten Partnern geherrscht zu haben, ein Geist, der z.B. auch die künstlerische Tradition der minoischen Kultur auf Kreta durchzieht. Beschrieben wird ein Staatswesen, welches die aus dem wachsenden Wohlstand resultierenden Einkünfte zur Verbesserung der Lebensumstände aller einzubringen wußte. Der Glaube an eine Wiederkehr eines „Goldenen Zeitalters“ tritt jedwedem wirtschaftlich, sozial oder kulturell geprägten Pessimismus mit einer leuchtenden Vision entgegen.

Die Vorstellung eines „Goldenen Zeitalters“ sollte nie in den Mythen einer vergangenen „besseren“ Zeit versinken, sondern Entwurf einer stets heute beginnenden Zukunft sein.

Vor diesem Hintergrund haben wir uns der sozialen und kulturellen Bildung und dem friedlichen Miteinander verschrieben. Das bildet die Grundlage der Projekte zu Gewaltprävention, Erlebnispädagogik und Kommunikation.