BLUEPONTIFEX – Geschichte der Römer von der Antike bis in die Gegenwart

Aurelia-Lernmodul für Geschichte, Latein, Politik und Religion

Das Aurelia-Lernmodul für Klassenfahrten mit Programmen zu den Fachbereichen Geschichte, Latein, Politik und Religion hat den Themenschwerpunkt Migration. Dieser verleiht BLUEPONTIFEX einen Bezug zu aktuellen Fragestellungen unserer Zeit und macht das Spiel auch fachübergreifend spannend.

Spieldauer und Format

Spieldauer: mindestens 4 Stunden
Seitenumfang: insgesamt 39 Seiten, bebildert
Format: PDF

Orte der Durchführung

Wir orientieren uns bei der Wahl der von uns vorgeschlagenen Orte selbstverständlich am Itinerarium Antonini, dem Verzeichnis der wichtigsten römischen Reichsstraßen.

Empfohlene Römerstraßen und Klassenfahrtziele

Wir empfehlen jeweils die blau markierten Orte als Klassenfahrtziele auf den Spuren der Römer.

  1. Via Belgica – Köln – Amiens
  2. Via Julia – Günzburg – Augsburg – Römerregion Seebruck/Chiemsee – Salzburg
  3. Via Raetica / Allgäustraße – Chur – St. Moritz – Maloja / Casaccia Römerstraße – Como
  4. Via Gallica – Verona – Mailand
  5. Via Claudia Augusta – Füssen – Meran – Verona – Peschiera del Garda / Gardasee
  6. Via Julia Augusta – Aquileia – Zuglio – Salzburg
  7. Via Aurelia – Rom – Orbetello/Cosa – Pisa – Lucca – Genua – Savona – Ventimiglia
  8. Via Popilia Annia – Rimini – Ravenna – Aquileia
  9. Via Domitiana – Terracina – Pozzuoli – Neapel – Reggio
  10. Via Flavia – Aquileia – Triest – Pula – Split
  11. Via Pompeia – Trapani – Catania – Syrakus

Spielleitung

 Jedes Team wird von einem capitaneus begleitet, der darauf achtet, dass nicht nach Lösungen gegoogelt wird. Pro Team sollte diese Aufgabe eine Lehrkraft übernehmen.

Thema Migration in der Geschichte der Römer

Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte vom Wandern und Bleiben, vom Ansiedeln und Umsiedeln, von Aufbruch und Umbruch — und immer auch eine Geschichte der Begegnung und Vermischung vieler Kulturen.


Die Teilnehmenden erhalten einen Eindruck von der langen Tradition der Migration. Wo Menschen und Kulturen tatsächlich herkamen, lässt sich oft kaum noch eindeutig zwischen Legende und Geschichte unterscheiden. Gerade wenn man weit zurück auf dem Zeitstrahl blickt, wird die historische Geschichte schnell auch zu einer Geschichte des Erzählens: von Fabeln, Mythen und Legenden.


Erst als man im alten Rom begann, Ereignisse schriftlich festzuhalten — ungefähr ab 400 v. Chr. —, wissen wir genauer, wo sich Fabel und Mythos von wirklichem Geschehen trennen. Während die alten Griechen bereits seit mehreren Jahrhunderten Literatur verfassten, begannen die Römer, den griechischen Dichtern begeistert nachzueifern.

Römerspuren in Europa

Listet man die deutlichsten sichtbaren Römerspuren Europas auf, klingt das wie ein Who’s who touristischer Highlights für Kulturreisende: die Porta Nigra in Trier, die Arenen von Pula, Arles oder Orange, natürlich das Kolosseum in Rom, der Limes, der südfranzösische Pont du Gard, die Ausgrabungsstätten von Pompeji und Herculaneum, die berühmten Mosaiken im Palast von Fishbourne im englischen Sussex, Reste des Hadrianswalls im Norden Großbritanniens, die Caracalla-Thermen, der Diokletianpalast in Split, der Arc de Triomphe in Nîmes, der ehemalige Circus Maximus im spanischen Tarragona, der Tempel der Juno im tunesischen Dougga, Reste der ehemaligen Kölner Stadtmauer — und so vieles mehr. Ihr würdet Tage lesen müssen, wollte man hier alles vollständig auflisten.

Römisches Erbe im Alltag

Ganz viele weitere Römerspuren finden sich in unserem Alltag: in Politik und Gesellschaft, in Tradition und Religion, in Comics und Kunst. Sie sind zwar nicht in Stein gemeißelt, aber auch nach über 2.500 Jahren noch überall zu finden.